Restaurierung des Gemäldezyklus „Ansichten von La Valletta“ im Maltesersaal
Die Ausstattung des Maltesersaals spiegelt die bedeutendste Phase des Malteserordens im Schloss wider. Der Gemäldezyklus mit Ansichten der Festungsstadt La Valletta auf Malta bezeugt die einstige Stärke des Ordens.
Der prachtvolle Maltesersaal entstand in einer Glanzzeit des Malteserordens, die eng mit Johann Baptist Anton von Flachslanden verbunden ist – elsässischer Freiherr, Diplomat, Admiral der Ordensflotte und Komtur der Kommende Dätzingen. Flachslanden nahm gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine bedeutende politische Rolle in Europa ein.
In diesem von Machtwechseln und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld entstanden die sechs monumentalen Stadtansichten La Vallettas, die noch heute den Saal schmücken. Sie zeigen die imposanten Festungsanlagen der Ordenshauptstadt – Sinnbilder für Glauben, maritime Stärke und die internationale Bedeutung des einst mächtigen Seeritterordens.


Doch die Zeit hat an den Gemälden ihre Spuren hinterlassen. Schmutzablagerungen, Risse in der Malschicht und unsachgemäße Retuschen früherer Restaurierungen trüben ihre ursprüngliche Leuchtkraft. Eine fachkundige Untersuchung hat ergeben, dass dringend gehandelt werden muss, um weiteren Schaden abzuwenden.

Der Förderverein Schloss Dätzingen möchte – getragen auch durch eine bemerkenswerte private Initiative aus der Bürgerschaft – diese einzigartigen Zeugnisse europäischer Geschichte fachgerecht restaurieren lassen. Ziel ist es, ihre ursprüngliche Schönheit wieder sichtbar zu machen und sie für kommende Generationen zu bewahren.
